Die letzte Nacht war sehr kalt. Es waren wirklich nur 2 Grad
nachts. Aber zum Glück hatten wir zusätzlich zu unserer normalen Bettdecke noch
eine Fleecedecke bei unserem Camper mit dabei, so war es nicht so schlimm. Aber
es ist wirklich schon ein krasser Temperaturunterschied von 28 Grad auf 2 Grad
in nur 3 Tagen.
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| Schafe auf der Straße |
Wir sind heute Morgen dann schon ganz früh aufgestanden,
weil wir uns ja überlegt hatten doch den etwas weiteren Abstecher nach Milford
Sound zu machen. Laut Reiseführern und Gesprächen mit Einheimischen soll
Milford Sound wirklich einer der schönsten Orte der Erde sein. Also sind wir
ganz früh losgefahren, weil wir noch 3,5 Stunden Fahrt vor uns hatten und uns
vor Ort noch erkundigen wollten, ob noch Plätze bei einer der Bootsfahrten
durch den Fjord frei sind. Unterwegs haben wir dann aber doch geschlossen schon
eine Tour, auf die wir über eine Broschüre aufmerksam geworden sind, vorab im
Internet für nachmittags zu buchen, da wir etwas Angst hatten hinterher keinen
freien Platz mehr zu bekommen und da der Preis auch recht in Ordnung schien.
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| Tolle Aussicht beim Milford Sound |
Milford Sound liegt sehr abgelegen. Es gibt nur eine
Zufahrtsstraße, auf der man ca. 2 Stunden fährt und die man dann hinterher auch
wieder zurückfahren muss. Aber auf der Zufahrtsstraße gelegen gibt es noch einige
tolle Sehenswürdigkeiten und Ausblicke zu sehen.
Das erste Erlebnis hatten wir dann mitten auf der Straße,
als uns plötzlich eine große Schafsherde den Weg versperrt hat und wir warten
mussten bis alle vorbeigezogen sind. Das war echt witzig, weil wir vorher schon
gesagt hatten, dass wir so was mal erleben müssten.
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| Die Keas knabbern alles an |
Auf dem weiteren Weg konnten wir dann zu Fuß noch einen
kurzen Abstecher in den Regenwald zu einem Wasserfall machen, die Spiegelseen
bewundern und die Keas beobachten, wie sie versuchen Autos oder Passanten
anzuknabbern. Ebenso hatte man von einigen Aussichtsplattformen einfach einen
atemberaubenden Blick auf die Berge.
Als wir dann aber endlich in Milford Sound angekommen waren,
war es wirklich das Schönste von Allem.Übrigens hatten wir auch sehr viel Glück mit dem Wetter, da es den ganzen Tag über strahlender Sonnenschein war und später haben wir dann erfahren, dass Milford Sound zu den regenreichsten Regionen der Welt, mit 250 Regentagen im Jahr, gehört.
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| Die Spiegelseen |
Da wir bis zu unserer Bootstour noch ca. 3 Stunden Zeit
hatten wollten wir beim Besucherzentrum einfach mal nachfragen wie es mit einem
Helicopterflug aussieht. Dass wir einen Helikopterflug machen wollten auf
unserer Reise war uns eigentlich klar, aber wir wussten noch nicht genau wo und
da der Flug über den Milford Sound als schönste der Welt gilt wollten wir unser
Glück einfach mal versuchen. Es wurden vier verschiedene Touren angeboten und
uns war eigentlich egal welchen wir nehmen wollte, hauptsache es passte in unseren
Zeitplan, doch leider sah es zunächst schlecht aus, da alle Flüge in der Zeit
schon ausgebucht waren. Doch die Mitarbeiterin versprach uns, uns noch zu
benachrichtigen falls sich doch noch etwas ergeben sollte.
Etwas später kam dann die Mitarbeiterin auf uns zu und
teilte uns mit, dass wir doch noch einen Helicopterflug machen könnten. Es
hatten nämlich in der Zwischenzeit noch
mehr Leute nachgefragt, sodass es für uns dann einen außerplanmäßigen Extraflug
gab. Wir waren echt aufgeregt. Wir hatten nun einen 22-minütigen Helicopterflug
mit einer Zwischenlandung auf einem Gletscher gebucht.
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| Milford Sound |
Also haben wir schnell noch unsere Kameras geholt und dann
ging es auch schon zum 5 Minuten entfernten Flugplatz. Auf dem Flugplatz war es
echt schlimm mit den Sandfliegen. Man war ständig von einer Wolke von ihnen
umgeben und wenn man mit der Hand rumgewedelt hat um sie zu verscheuchen, hatte
man hinterher die ganze Hand voll.
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| Zwischenstopp auf dem Gletscher |
Insgesamt waren wir nun 6 Personen + Pilot die mitflogen.
Nach der Anmeldung und einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es auch schon
los. Es war echt einmalig und wir sind sehr froh, dass das alles noch geklappt
hat. Bei der Zwischenlandung auf dem Gletscher konnten wir dann im Schnee
rumlaufen, Fotos machen und den wahnsinnig tollen, einmaligen Ausblick
genießen. Unser Flug ging auch sogar etwas länger als angekündigt, da wir noch
einen zweiten Zwischenstopp einlegen mussten um einen der Passagiere an einer
anderen Stelle rauszulassen. Nach der Landung konnten wir das grade Erlebte irgendwie
noch gar nicht richtig realisieren. Wie gut, dass ich auf dem Flug meine
ActionCam dabei hatte.
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| Ausblick vom Gletscher |
Kurz nachdem wir dann gelandet waren mussten wir auch schon
weiter zum Bootsanleger um unsere Entcounter Nature Cruise anzutreten. Das mit
der Zeit passte also echt alles perfekt. Unsere gebuchte Bootstour ging dann
insgesamt fast 3 Stunden. Bei der Tour konnte man dann die Berge, Steilhänge,
Seehunde und Wasserfälle von nahem betrachten. Ein Highlight der Bootstour war,
dass vorne auf die Reling des Bootes Gläser gestellt wurden und das Boot dann
so nah an einen Wasserfall gefahren ist, dass die Gläser mit Gletscherwasser
gefüllt wurden. Diese konnte man das im Anschluss trinken. Wir sind bei der
Aktion übrigens auch ordentlich nass geworden.
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| Wasserfall in den Milford Sounds |
Außerdem beinhaltete unsere Tour noch einen Besuch des
Unterwasser Observatoriums. Zugang hat man dazu nur per Boot. Wir durften dann
an der Stelle aussteigen, während die meisten anderen Gäste weitergefahren
sind. Das Unterwasser Observatorium ist eine schwimmende Plattform, in der der
man 10 Meter nach unten gehen und durch Glasfenster den natürlichen Lebensraum
im Meer beobachten kann. Durch ein Phänomen leben in der Tiefe von 10 Meter
dann Meerestiere, die sonst eigentlich in 50-200 Metern leben.
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| Milford Sounds |
Danach sind wir dann mit einem kleinen Boot abgeholt und
wieder zum Ausgangspunkt gebracht worden. Danach haben wir uns dann auf den
Rückweg gemacht. Eigentlich hatten wir geplant noch etwas weiter zu fahren, da
es jedoch schon so spät war haben wir uns jetzt auf dem Zufahrtsweg zum Milford
Sound auf dem „Knobs Flat“ Campingplatz einen Platz gesucht und fahren morgen
dann weiter zurück und Richtung Queenstown.
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