Am Freitag, dem 03.02. hat unsere
Reise begonnen. Zuerst sind wir mit dem Bus zum Bahnhof gefahren und vom
Bahnhof in Osnabrück dann mit einem Umstieg in Duisburg zum Flughafen in
Düsseldorf. Auf der Zugfahrt waren wir ziemlich froh, dass wir Plätze reserviert
hatten, da der Zug brechend voll war.
Was wir allerdings nicht wussten
war, dass wir an der Bahnstation "Flughafen Düsseldorf" leider noch
nicht am Flughafen waren, sondern erst noch einige Minuten mit dem SkyTrain zum
Terminal fahren mussten.
| Der A380 von Düsseldorf nach Dubai |
Dort angekommen haben wir dann zügig
unser Gepäck aufgegeben und unsere Bording-Tickets abgeholt. Leider haben wir
(bzw. Lukas) keine Plätze mit mehr Beinfreiheit bekommen. Dafür waren wir wohl
leider zu spät. Seltsamerweise gab es bei unseren Tickets beim Online-Check-in
irgendeinen Fehler mit unserem letzten Flug von Sydney nach Christchurch und
der Mitarbeiter am Flughafen konnte uns das Ticket nicht ausdrucken, meinte
aber, dass sich das dann ohne Probleme mit dem Reisepass vor Ort in Sydney
klären lasse. Die Sicherheitschecks am Flughafen in Düsseldorf waren echt gut,
da vieles automatisiert war und somit sehr schnell ging.
Der erste Flug von Düsseldorf nach
Dubai mit Emirates verlief ziemlich ruhig und problemlos. Überrascht war ich
auf dem Flug von der tollen Ausstattung (große Bildschirme mit Mediacenter an
jedem Sitz, recht viel Platz bei den Sitzen und jeder hatte zu Beginn des
Fluges eine Decke, ein Kissen und Kopfhörer am Platz liegen) und dem tollen
Service an Bord. Zu essen gab es während des ca. 6,5 Stunden langen Fluges
eines von zwei reichhaltigen Menüs. Getränke (alkoholisches und
nichtalkoholisches) hat man immer bekommen.
| An Bord der Emirates-Maschine |
In Dubai angekommen mussten wir
direkt nochmal durch eine Sicherheitskontrolle. Wir hatten uns im gesicherten
Bereich des Düsseldorfer Flughafens eine Flasche Wasser gekauft, die wir jetzt
beim neuen Sicherheitscheck zwischen den beiden Flügen nicht dabei haben
durften. Also mussten wir die Flaschen vorher noch schnell austrinken und
hinter den Check einfach wieder mit Wasser auffüllen.
Von Dubai an sich haben wir jetzt
bei unserem 3,5 stündigem Aufenthalt leider nicht mehr mitbekommen, außer, dass
wir kurz bevor wir ins Flugzeug gestiegen sind noch von weit weg das höchste
Hochhaus der Welt (der Burj Khalifa) sehen konnten. Zum Glück konnten wir uns
in der Zeit bis zum nächsten Flug noch ein bisschen auf Liegen am Flughafen
ausruhen.
Nachdem wir dann zum Bording unser
Ticket vorgezeigt haben mussten wir nochmal durch einen separaten
Sicherheitscheck bei dem nochmals das Handgepäck kontrolliert wurde. Wir hatten
schon mitbekommen, dass man auch hier wieder keine Wasserflaschen mitnehmen
durfte, also haben wir wieder schnell das Wasser ausgetrunken, wurden dann aber
darauf hingewiesen, dass wir seltsamerweise die leere Flasche auch nicht
mitnehmen dürften, da diese ja kontaminiert sein könnte.
Leider war der Flug von Dubai nach
Sydney sehr problematisch. Es ist fast alles schiefgegangen was schiefgehen
konnte.
| Der höchste Wolkenkratzer der Welt |
Der Flug war jetzt mit Qantas und
nicht mit Emirates und man konnte den Unterschied leider deutlich merken. Die
Bestuhlung war viel enger und die Ausstattung ließ leider auch zu wünschen
übrig. Lukas hatte aber zunächst noch Glück, dass der Platz für seine Beine
gerade noch ausreichend war.
Als ersten haben wir dann bemerkt,
dass der Bildschirm von Lukas nicht funktionierte. Auf Nachfrage hin wurde das
System nach einer gefühlten Ewigkeit neugestartet. Danach ging es dann aber. Im
Laufe der Zeit merkte Lukas dann immer wieder, wie die junge Frau in der Reihe
vor ihm versucht hat die Lehne des Sitzes zurückzustellen. Da der Platz für
Lukas Beine aber wirklich grade so ausreichend war ging das mit der Lehne
natürlich nicht, da so Lukas Knie eingedrückt wurde und wir haben dann einfach
gegen die Lehne gegengedrückt, da Lukas sich sonst verletzt hätte. Die junge
Frau war aber leider sehr uneinsichtig auch nach Erklärungen hat sie immer
energischer Versucht den Sitz zurückzulehnen und sich letztendlich bei einem
Flugbegleiter heulend beschwert, dass sie den Sitz nicht zurücklehnen dürfte
und wir ihr ja angeblich physischen Schaden zufügen würden, da wir gegen den
Sitz schlagen würden.
So was Dreistes habe ich echt noch
nie erlebt! Die Aussage des Flugbegleiters war zunächst unverständlicherweise,
dass ALLE Fluggäste das Recht hätten ihren Sitz zurückzulehnen und man da
nichts gegen machen könnte und wenn wir nicht aufhören würden müsste die
Polizei gerufen werden. Über so viel Unverständnis waren wir erst mal sehr
entsetzt und auch wütend. Nachdem sich alle etwas beruhigt hatten und noch
einiges erklärt wurde, zeigten die Flugbegleiter dann aber doch mehr Verständnis
und versprachen uns sich nach einer Lösung zu erkundigen.
Uns wurde dann angeboten, dass ich
einen anderen Sitz am Gang weiter vorne bekommen könnte, damit Lukas sich dann
auf zwei Sitzen etwas schräg ausbreiten konnte. Da wir ja eigentlich keine Wahl
hatten haben wir das dann so gemacht, allerdings hat auf meinem neuen Platz der
Bildschirm auch nach zwei Neustarts nicht funktioniert.
Aber es musste ja noch schlimmer
kommen: als ich auf den neuen Platz umgezogen bin, saß auf dem Mittelplatz eine
schlafende Frau. Als diese später aufgewacht ist, hat sie sich gewundert, dass
ich auf einmal auf dem Platz daneben saß. Ich habe ihr erklärt, dass es
Probleme mit meinem anderen Sitz gab und dass ich deshalb dorthin gesetzt
wurde. Sie meinte, dass das ja nicht schlimm wäre. Als ich sie dann aber später
wieder auf ihren Sitz durchlassen wollte nachdem sie aufgestanden war, hat sie
sich einfach auf meinen Platz gesetzt und meinte, dass sie da jetzt sitzen
müsste um sich zum Schlafen auf zwei Sitze auszustrecken und dass das jetzt ja
nicht ihr Problem wäre wo ich jetzt sitzen sollte, da dies ja schließlich nicht
mein regulärer Platz wäre. Natürlich habe ich sofort einen der Flugbegleiter
angesprochen und ihm mein Problem geschildert. Nachdem der Flugbegleiter
nochmal mit der Frau geredet hatte, schilderte er mir, dass die Frau darauf
bestanden hätte am Gang zu sitzen, aber ich ja zwischen ihr und ihrem Mann
sitzen könne. Das wollte ich natürlich auf gar keinen Fall und dafür hatte der
Flugbegleiter auch Verständnis.
Nach einer Weile kam dann der
Manager des Flugzeugs auf mich zu und erklärte mir, dass sie mir nun einen
anderen Platz anbieten könnte. Dieser Platz war dann in der Premium Economy
Class. Da Lukas ja auf seinem Platz immer noch nicht richtig sitzen konnte und
mir das mit den zurückgeklappten Lehnen nicht sooo viel ausgemacht hat. Habe
ich gefragt, ob ich den Platz dann auch mit Lukas tauschen kann. Und Lukas hat
dann im Endeffekt sogar noch in der Premium Economy Class einen Platz mit extra
Beinfreiheit bekommen. Aber er meinte, dass es sonst dort nicht besser als in
der normalen Economy Class gewesen wäre. Das doofe war auch, dass wir dann 10
Stunden des insgesamt 14-stündigen Fluges komplett getrennt voneinander sitzen
mussten. Allerdings muss man noch anmerken, dass das Personal dann wirklich
sehr freundlich und aufmerksam war. Die meiste Zeit des Fluges haben wir dann
versucht zu schlafen.
Was waren wir froh, als wir endlich
nach dem Horrorflug gelandet waren. In Sydney haben wir dann leider auch nichts
von der Stadt selber mitbekommen, aber wir hatten auch nur ca. 2 Stunden
Aufenthalt. Mit unseren fehlenden Bording-Tickets hat dann auch alles ohne
Probleme geklappt und schon bald saßen wir dann endlich in Flugzeug Nummer 3.
| Blick auf die Alpen |
Der letzte Flug war dann auch wieder
mit Emirates also hatte man wieder etwas mehr Platz und alles war gut. Der
3-stündige Flug ging sehr schnell und ereignislos rum. Ein Highlight des Fluges
war jedoch, dass wir einmal über die komplette Südinsel Neuseelands geflogen
sind und man eine atemberaubend schöne Aussicht auf die Alpen hatte. Leider
saßen wir aber nicht am Fenster.
Schon an Bord konnten wir eine
„Arrival Card“ für Neuseeland ausfüllen. Darin musste man angeben, ob man
bestimmte Lebensmittel, Medikamente oder Wander- und Campingausrüstung
mitführt. Außerdem musste man Fragen zum Aufenthalt beantworten, damit man bei
der Einreise ein Visum ausgestellt bekommt.
In Christchurch am Flughafen lief
dann alles ziemlich problemlos ab. Eigentlich hatten gedacht, dass es dort
länger dauern würde und hatten schon etwas Bedenken, ob wir das zeitlich überhaupt
noch schaffen würden unseren Camper in der vorgegebenen Zeit abzuholen. An der
Zollstation mussten wir etwas warten, aber danach ging es ganz fix. An der
nächsten Station wurden wir dann nochmal zu unseren mitgebrachten Waren
befragt. Aber wir hatten wohl Glück und mussten unser Gepäck nicht nochmal
durchsuchen lassen, sondern es musste nur nochmal durchleuchtet werden. Danach
hat ein Polizeihund nochmal jeden Koffer einzeln nach Drogen abgesucht. Alles
in Allem ging das ziemlich schnell.
In der Flughafenhalle war dann
direkt ein Geschäft, bei dem ich mir eine Handykarte mit Datenvolumen kaufen
konnte. Danach mussten wir nur ein paar Meter zu einer Bussammelstelle gehen.
Von dort wurden wir dann mit anderen zusammen abgeholt und zur ca. 2,5 km entfernen
Britz-Camperstation gebracht.
Nach einigen Formalitäten wurde uns
dann unser Camper gezeigt und die wichtigsten Funktionen erklärt. Leider hatte
der Mitarbeiter dort uns zunächst ein falsches Navi gegeben. Da wir aber eines
brauchten, was auch gleichzeitig als Internet-Hotspot genutzt werden kann
mussten wir das nochmal umtauschen.
| Unser Campervan der "Action Pod" |
Von dem Camper an sich waren wir
sehr positiv überrascht. Die Innenhöhe ist sogar noch größer als erwartet (ich
kann grade noch darin stehen) und die Ausstattung ist auch sehr gut. Man hat in
dem Camper wirklich alles was man braucht.
Unser erster Weg führte uns zum
nächsten Supermarkt, um das wichtigste für die nächsten Tage einzukaufen.
Leider sind die meisten Lebensmittel hier viel teurer als bei uns. Außerdem
haben wir uns gewundet, was die Neuseeländer überhaupt frühstücken, bzw. auf
Brot essen, weil es fast keinen Aufschnitt oder Frischkäse oder ähnliches gab.
| Pegasus Bay in der Nähe von Christchurch |
Über die Campermate-App haben wir
uns dann unseren ersten Campingplatz ausgewählt, den South Brighton Holiday Park.
Dieser war echt gut und auch recht günstig. Abends sind wir dann noch zu dem
ca. 300 m entfernten Strand gegangen und wurden mit einem echt schönen Anblick
belohnt, der den doofen, langen Flug wieder etwas vergessen lassen hat.
Abends haben wir dann nur noch unser
Gepäck im Camper verstaut, haben das Bett umgebaut und sind dann ins Bett
gefallen.
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